Das Weltall-Radio kracht
Als “booming noise” beschreibt Alan Kogut vom Goddard Space Flight Center die Ergebnisse der ballongetragenen Radiometermission ARCADE. Also: ein Radiometer sucht nach Radiowellen, wie sie z.B. Sterne aussenden können, und man hatte gehofft durch besonders präzise Messungen Signale der allerersten Sterne finden zu können.

Die ballongetragene NASA-Mission ARCADE (Quelle: NASA/ARCADE/Roen Kelly)
Das Radiometer wurde an einem Ballon bis in 40 km Höhe getragen, also an die Grenze zum Weltall. Das besondere war, dass das Instrument heliumgekühlt auf die Temperatur des Weltall, 2.7 K, gebracht wurde. Dies entspricht dem kosmischen Wikrowellenhintergrund, der 1964 von Penzias und Wilson eher zufällig mit der Holmdel Antenne entdeckt hatten.
Indem man das Radiometer bei ARCADE auf die Temperatur der Hintergrundstrahlung brachte, hoffte man kleinste Abweichungen (das Instrument kann auf 1/1000 K genau messen) durch Signale der ersten Sterne zu finden. Insofern ist der “booming noise” nur relativ zum erwartet schwachen Signale, denn man fand erstaunlicherweise ein Hintergrundsignal das sechsmal stärker war als erwartet.
Nicht nur das - Analysen brachten heraus dass es weder ein Gas am Rande der Galaxie noch eine bekannte Radioquelle sein konnte. Ja, für die Stärke des Signals kommen Radiogalaxien gar nicht in Frage, denn diese “müssten gepackt sein wie Sardinen in der Büchse”. Und - das eigentlich gesuchte Signal der frühen Sterne bleibt davon überdeckt.
Aber egal - eine spannende neue Beobachtung die sicherlich neue Physik liefern kann, vielleicht sogar bessere Einblicke in das Entstehen von Galaxien oder des Universums als man angenommen hatte. Und für die Suche nach den anderen Signale findet sich schon ein Weg - so ist Wissenschaft.
(via Twisted Physics)




January 31st, 2009 @ 23:17
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March 16th, 2009 @ 16:31
Manchmal frage ich mich echt, warum die Menschheit denn immer wissen will, wie alles entstand. Irgendwo sind dem Menschen halt Grenzen gesetzt.
Da soll man sich lieber auf zukünftige Dinge fokusieren, statt ständig in der Vergangenheit zu kramen, was jetzt wie passiert ist…
Matthias