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Such den Skeptiker

Filed under: Wissenschaft — 9 January 2009 @ 22:28

Klimatrolle bezeichnen sich ja gerne als “Skeptiker”, obwohl sie natürlich das genaue Gegenteil sind, nämlich Schreihälse die ihre festgefahrene Meinung unbeirrt von lästigen Tatsachen jedem entgegenwerfen der sie nicht hören will. Kann man im Kommentarthread jedes Klima-Blogs sehen (die Klimalounge wird jetzt gottseidank durch stärkere Moderation wieder lesbar, also der Kommentarbereich).
Da ich grad einen Reality Check brauchte (hat funktioniert), habe ich diesen Post gefunden:
Will the real Skeptics please stand up?
Hier wird schön hergeleitet wie man wertige Beiträge erkennen kann

There are lots of arguments out there that might be expected from someone new to the subject with little scientific training, but to come from actual “experts” is unforgivable. Such examples include claiming that water vapor is “95% of the greenhouse effect” and can swamp the effects of additional CO2, the implication that trace amounts of a gas cannot influence climate, claiming that “global warming stopped in 1998,” mentioning CO2 can’t cause climate change since it lagged temperature in Vostok (without mentioning feedback mechanisms), saying that CO2 can’t cause temperatures to rise because they didn’t rise from 1940-1970, saying that most CO2 comes from natural sources so our emissions are negligible, and the like. Anyone who consistently uses these and other similar-style lines can safely be ignored with virtually no chance that you’re going to miss out on some divine revelation that debunks greenhouse physics.

Na, das ist ein guter Noise-Filter :)

6 Comments »

  1. Sven Türpe:

    Es ist verständlich, dass man bekannten Blödsinn nicht immer wieder richtigstellen möchte für Leute, die sowieso nicht zu überzeugen sind. Sie einfach zu ignorieren hat aber einen Nebeneffekt. Wer neu in die Debatte stolpert, findet auf der einen Seite einen Haufen Aussagen, die gerade so plausibel wirken, dass man sie glauben kann, wenn man nicht zu lange darüber nachdenkt. Auf der anderen Seite findet er aber wenig qualifizierten Widerspruch, der ihm zeigen würde, wo die Denkfehler, Fehlschlüsse und Fehlinformationen liegen. Das ist schade, denn es führt dazu, dass schlechte Argumente leichter zugänglich sind als gute. Selten findet sich jemand, der — für die unentschlossenen Mitleser, nicht für die felsenfest Überzeugten — elementare Dinge an Ort und Stelle nachvollziehbar erklärt.

  2. Joerg:

    Ja das ist zwar schade, aber unvermeidbar. Und spricht ehrlich gesagt dafür, die wirklichen “Trolle” rauszukommentieren. Schau auf Klimalounge, da sind jetzt im ersten Beitrag auch wieder die üblichen Kommentare, aber neu gestellt und neu beantwortet.

  3. Sven Türpe:

    Letztlich läuft es wohl auf die Frage hinaus, was man seinen Mitmenschen zutraut. Wenn man meint, dass sie es mehrheitlich schon selbst begreifen werden, dann kann man tatsächlich vieles einfach stehenlassen und ignorieren. Diese Haltung kann übrigens sehr entspannend sein. Falls man aber meint, dass sie der Aufklärung bedürfen, dann sollte man sich auch bemühen, effektiv zu kommunizieren. Dazu muss man auch nicht auf jeden Blödsinn eingehen, aber doch darauf achten, was wie auf die Zielgruppe wirkt.

  4. Joerg:

    Naja, ich denke dass man vom interessierten Leser schon noch ein wenig erwarten soll, dass er auch bereit ist etwas zu lernen. Außerdem kann man ja nun nicht jedem Leser aufs Neue alles erklären, dazu gibt es ja auch wirklich zu den häufigen Fragen und zu den üblichen Pseudo-Skeptiker-Pseudo-Argumente umfangreiche und wirkliche gute FAQs.
    Und es ist leider so, dass ein überwältigender Anteil Blödsinn aufläuft in vielen Diskussionen - noch dazu von Kommentatoren die kein Interesse haben etwas mitzunehmen, und da muss einfach aussortiert werden dann.

  5. Sven Türpe:

    Die Kommentatoren sind egal, die machen nur einen kleinen Anteil der Nutzer aus. Stille Leser sind weit häufiger. Und die sehen zum Beispiel so etwas wie die Kommentare zu diesem Blogeintrag im FAZ-Blog “Planckton”. Der Beitrag selbst ist richtig gut und liefert in knappen Worten ein Argument, dass man auch Laien nahebringen kann. Die Kommentare darunter haben aber mehr Masse (nicht unbedingt mehr Gewicht) und stoßen alle in dasselbe Horn. Als Leser findet man dort nicht einmal Links auf gute FAQs, geschweige denn jemanden, der überzeugend (oder überhaupt) eine Gegenposition vertreten würde.

  6. Thearcadier:

    Oh, du hast auch einen eigenen Blog. Ist ja interessant. Was diese ganze Klimadebatte angeht, hab ich mir mal das Buch “Hurra, wir retten die Welt” von Dirk Maxeiner gekauft, was meiner Meinung nach sehr aufschlussreich war, gerade was den Realitätsgehalt vieler Zukunfts-Szenarien angeht. Mag sein, dass einige Skeptiker einfach nur Schreihälse sind, die einfach nur gegen etwas sein wollen. um sich vielleicht etwas mehr Gehör zu verschaffen. Idioten gibt es allerdings auch auf der anderen Seite.

    “Zuletzt möchte ich nochmal erklären, warum ich ein Skeptiker bin. Oft kann man im Internet lesen, dass Zweifler als fortschrittsgeil bezeichnet werden oder ihnen gar die Liebe zur Natur abgesprochen wird. Natürlich kann ich nicht abstreiten, dass es solche Leute gibt. Für mich gilt das aber nicht. Ich habe eher ein Problem mit diesem blinden Aktionismus. Vieles mag auf den ersten Blick oder oberflächlich erstmal gut erscheinen, entpuppt sich dann aber mit den Begleiterscheinungen als Trojanisches Pferd (siehe Kyoto-Artikel). Natürlich mag Biosprit für sich gesehen bei der Verbrennung CO2-neutral sein, aber wie entsteht er? Mir wären kleine – und dafür effektive – Schritte viel lieber. Dann wäre uns eine derartige Biosprit-Panne vielleicht erspart geblieben.”

    Das war ein Ausschnitt aus einem meiner Blogartikel zum Thema.

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