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Meine Alben 2008

Filed under: Musik — 19 December 2008 @ 13:01

Soll ich das jetzt doch ins englische Blog schreiben? Aber das liegt im Wachkoma, also lass ich es im deutschen Bereich. Jahresende ist immer die Zeit, die besten Alben des Jahres aufzustellen, und da ist doch einiges dabeigewesen dieses Jahr. Nicht ganz so viel wie 2007 - da hab ich es schlichtweg nicht hinbekommen mich auf Top 10 zu einigen, aber es war wieder ein hörenswertes Jahr für den gepflegten Metal/Hard Rock-Fan. Ohne weite Umschweife, die Top 10:

1. Heart of Cygnus - Utopia

Eine kleine Zweimann-Band aus Kalifornien nimmt sich eine gehörige Portion Rush und eine Prise Iron Maiden und kreiert daraus ihren ganz eigenen Progessive-Sound. Utopia ist auch noch ein vorzügliches Konzeptalbum in einer Orwell’schen Welt, in der Träumen verboten ist. Von vorne bis hinten einfach nur genial! Kann man bei last.fm ganz anhören.
/Edit: Ach Blödsinn, jetzt hab ich die zu Kanadiern gemacht, zu sehr an Rush gedacht. Sind Kalifornier :)

2. Death Angel - Killing Season

So wird Thrash Metal richtig gemacht! 2008 war das Jahr in dem der traditionelle Thrash Metal auferstanden ist, aber der ist leider auf Dauer doch eintönig - außer man macht es wie Death Angel und lässt Kreativität und auch mal anderen musikalischen Einflüssen sowie unbändiger Spielfreude freien Lauf! Das Album knallt von vorne bis hinten, ohne je langweilig zu werden! Alleine die Tatsache, dass ich diese Band zwischen meine Lieblingsbands und -genres geschoben habe spricht Bände!

3. Opeth - Watershed

Opeth sind und bleiben Götter und machen hier alles richtig, sie entwickeln sich weiter und schwelgen mehr denn je in progressiven Melodien. Die Mischung aus brutaler Härte und melancholischen Schwebephasen haben Opeth schon immer perfekt gekonnt, und dass sie sich darauf nicht ausruhen zeigt eines der Alben des Jahres.

4. Pharaoh - Be Gone

Pharaoh lieferten DAS Album 2006 - ein US-Power Metal-Brecher der in einem sonst eher schwächelnden Jahr die Messlatte für ungekünstelten Spaß am Heavy Metal in Stabhochsprung-Regionen setzte. 2008 konnten Pharaoh nachlegen, und wie! Behutsam wurde das Tempo ein bißchen rausgenommen und hymnische Songs lösen ein wenig die Iron Maiden-Trademarks ab. Zur absoluten Spitze fehlen vielleicht ein paar Knallerrefrains mehr, aber Pharaoh sind nach wie vor unangefochtene Spitze im traditionellen Metal, meilenweit vor den langweiligen Iron Maiden.

5. Trivium - Shogun

Der Wechsel vom Rumkreischen auf “normalen”, kräftigen Gesang brachten Trivum für mich aus der No-Go-Area zur Spitze. Auf Shogun haben Trivium ihre Stärken ausgebaut und sind etwas in die Breite gegangen statt immer nur nach vorne. Viele absolute Hits, aber im Gegensatz zum Vorgänger auch keine Füllersongs sichern Shogun einen mittleren Platz in meiner Hitliste.

6. Journey - Revelations

Das Comeback! Nach Weggang ihrer Stimme haben Journey den modernen Weg beschritten, sie haben sich ihre eigenen Coverbands auf YouTube reingezogen und sich den besten Sänger geschnappt. Und Mann! Das hat geklappt! Mit Arnel Pineda knüpfen sie nahtlos an ihre besten Alben an und liefern einen Gänsehaut-Melodic-Rock-Instant-Klassiker nach dem anderen ab!

7. Firewind - The Premonition

2008 war ein gutes Jahr für Heavy/Power Metal! Firewind, seit Jahren ein Garant für hochkarätige Alben, haben ihr bestes Album abgeliefert. Man merkt, dass diesmal viel mehr Energie ins Songwriting gelegt wurde und das hat auch bestens geklappt! Kraftvoller Gesang mit melodischem Gitarrenspiel der Ersten Liga.

8. Grand Magus - Iron Will

Und mehr traditioneller Heavy Metal, diesmal mit starker Doomkante, aber ohne sich in der Langeweile gebremsten Tempos zu verlieren. Hymnen zum Faust recken!

9. Into Eternity - The Incurable Tragedy

Die Progressive/Death-Band der letzten Jahre neben Into Eternity, mit einem tieftraurigen Konzeptalbum über den Krebstod gleich dreier Freunde und Verwandten von Gitarrist Tim Roth. Für einen höheren Platz fehlen aber ein paar neue Ideen im Vergleich zu den letzten Alben.

10. Gojira - The Way of all Flesh

Meshuggah haben ein beachtliches (sprich: endlich mal anhörbares) Album geliefert, aber die Franzosen von Gojira nehmen die Trademarks und pumpen eine Riesenkiste Abwechslung rein und präsentieren mein bestes Album im Bereich moderneren Metals für dieses Jahr!

Honorable Mention: Guns n’ Roses - Chinese Democracy
Das hätte ich nie nie gedacht, aber Axl Rose Wunderkiste von Songs bietet tatsächlich tolle Songs. Für die Top 10 hats nur ganz knapp nicht gereicht, ein bis zwei Songs weniger und ein bißchen mehr Gas zwischendurch und es wäre in den Top 10 gewesen!

Flop des Jahres: Judas Priest - Nostradamus
Ich habe mich noch nie durch ein langweiligeres und konstruierteres Konzept-Doppelalbum quälen müssen. Vielleicht 3-4 akzeptable Songs, der Rest ist einfach nur übelster kitschiger Müll. Furchtbar!

Überschätzt 2008: Dass sie nach beachtlichen Pausen fast zeitgleich neue Alben veröffentlichen, war bei Metallica und AC/DC sicher kurios. Aber das neue Metallica ist zwar gut, aber das war St. Anger eigentlich auch, beide haben Schwächen aber liefern viel Kopfnicken. AC/DC, sorry, nur langweilig.

1 Comment »

  1. dani:

    Das Album von Pharaoh war eindeutig am Besten. (Jedenfalls meiner Meinung nach ;-) ). Schicke Liste, jedenfalls, da könnte man sich die eine oder andere Platte nochmal zu Gemüte führen!!

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