PZ, Palin und die Fruchtfliegen
In einem Kommentar bei zoon politikon schreibt Christian von Frischer Wind. Es geht um dabei um einen Artikel von PZ auf Pharyngula, der sich mit Palins Fettnäpfchen 3210 beschäftigt, in dem sie sich darüber lustig macht dass es Forschung an Fruchtfliegen gibt.
Es gab einen Riesenaufschrei, ist die Fruchtfliege doch eines der beliebtesten Tierchen für Genforschung. Wie Christian darlegt, ist allerdings der Grund für Palins Belustigung, dass aus einer Steuer-Verschwendungsliste herauskam, dass Geld für Fruchtfliegenforschung zur Ertragssteigerung in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Christian findet das banal, allerdings verstehe ich den Punkt nicht. Dazu gibt es mehreres zu sagen, daher auch ein Eintrag statt nur einem Kommentar:
- Ich halte Forschung an Insektiziden, staalich bezahlte vor allem, für sehr wichtig. Ernährung ist eines der größten Probleme der Menschheit, da ist es unverantwortlich, die Forschung der Industrie zu überlassen. Man sieht ja was bei der Gentechnik abgeht - Großkonzerne wie Monsanto wollen sich die Patente schnappen, und statt dass die Forschung verstärkt öffentlich ist um dem entgegen zu steuern, werden “Felder befreit”.
- In diesem Sinne müsste man, wenn man überhaupt eine Rangliste aufstellen will, die Lösung von Ernährungsprobleme über die Erforschung z.b: von Autismus stellen, die Christian erwähnt. Ich spreche mich aber ausdrücklich jetzt gegen eine Einstufung der Probleme aus.
- Ich finde, es macht kaum einen Unterschied, ob die Aussage von Palin sich explizit auf die Steuer-Verschwendungsliste bezieht oder auf die Forschung allgemein. Dann ist es halt nur eine Unterstützung des Blödsinn, den jemand anderes als erstes verbrochen hat, das ändert nichts daran dass es dramatisch gefährlich ist. Und wie die Einstellung von McCain zur Wissenschaft ist, hat man ja ausführlich gesehen (…der Overhead-Projektor…)
- Ich finde PZ immer herausragend. Ich bewundere ihn, dass er immer und immer wieder noch über jegliche Art von anti-wissenschaftlicher Propaganda berichtet und ehrlich die nötigen Worte findet. Das Niveau der Angriffe, denen er und die Wissenschaft sich immer ausgesetzt sehen, erlaubt keine andere Antwort als Hohn und Spott.




November 1st, 2008 @ 11:32
Zustimmung in allen vier Punkten.