Polymeme
Während ich heute mit der Erkältung kämpfte, manifestierte sich plötzlich mein Eindruck über deutsche Blogs: Man muss immer noch erklären, wozu das eigentlich gut ist. Während auch die wissenschaftlichen Blogs eine sehr gute Basis haben, irgendwie tauchen da immer die Diskussionen auf, warum und wozu und was das bringt. Englischsprachige Blogs machen halt. Ich mag die deutschen Blogs die ich lesen, wegen ihrer persönlichen Sprache, aber warum gibt es auf deutsch nichts annähernd vergleichbares zu den großen Blogs wie BoingBoing oder Treehugger? Natürlich, jetzt würde es nicht mehr viel Sinn machen, das zu kopieren und die gleichen Sachen auf deutsch zu übersetzen. Aber auf den deutschsprachigen Raum bezogenere Sachen, das fehlt mir ungemein.
Und ein generelles Problem ist es, zu finden was einen interessiert. Auf englisch gibt es da Möglichkeiten, interessante Sachen aufzutreiben, auch von der schwierigeren Sorte (das sind die Sachen, von denen man nicht weiß dass man sie gerne liest und ansieht, eine der herausragenden Möglichkeiten die Blogs vermitteln können). Auf deutsch wird ja scheinbar eh nur schlech tkopiert, eine schlechte Digg-Kopie gibts, sonst kenn ich nichts. Wissenschaftliche Blogs und Seiten werden viel sichtbarer, u.a. durch Seiten die Blogs sammeln wie ScienceBlogs und Scilogs, aber auch durch die hervorragende Arbeit von z.B. Marc Scheloske (Wissenwerkstatt und Wissenschafts-Cafe) oder der Wisskom Wochenschau (gerade in der verdienten Sommerpause).
Für internationale Wissenschaftsnews bevorzuge ich e! Science News und die Nature News.
Eigentlich will ich aber mit dieser ellenlangen Einleitung auf eine neue Seite hinweisen, die mit dem Ziel erstellt wurde, interessante Nachrichten zu sammeln die jenseits des seichten Vergnügens von Mainstream-Newsseiten oder Digg liegen. Polymeme will das Maximum an neuen Ideen aus den Sphären des Web präsentieren - das klingt nach “my kind of site” und sieht auch gut gemacht aus - definitiv ein neuer täglicher Klick!



