Newton und der Apfel
Newton - ach das war doch der mit dem Apfel. Ja genau, so sei es gewesen, aber was ist denn jetzt eigentlich bemerkenswert an der Geschichte. Anscheinend fragt sich das kaum jemand. Was soll denn besonders sein daran, dass der Apfel herunterfällt? Deswegen hat Newton sein Gravitationsgesetz erfunden? Sicher nicht, es wird halt auch vor Newton schonmal etwas irgendwo heruntergefallen sein, oder sogar irgendjemand.
Erst vor kurzem habe ich irgendwo die eigentliche Idee gelesen und verstanden (und habe - shame on me - vergessen wo): Das eigentlich bemerkenswerte, die Jahrhundert-Erkenntnis, der Schluss der uns heute selbstverständlich erscheint, aber eine geistige Hürde war die zu überwinden es wahren Genius bedurfte, das ist folgendes: Newton hat erkannt, dass die Kraft die Planeten auf ihrer Umlaufbahn um die Erde hält die gleiche Kraft ist, die diesen Apfel hat zu Boden fallen lassen!
Meinetwegen, geistesentleeren wir Wissenschaftler und stilisieren sie zu Popikonen und Sprechblasenhaltern für unsere eigenen geistigen Defizite, aber wenn wir schlagwortartig an sie pappen was ihre wahre Größe ausgemacht hat (E=mc², der Apfel…) dann würde ich mir wünschen dass wir wenigstens auch wissen was die wahre Leistung dahinter ausgemacht hat.



