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ai-Werber

Filed under: Welt — 29 April 2008 @ 10:08

Gestern bin ich in der Fußgängerzone von amnesty international-Mitarbeitern angesprochen worden, und da ich ja deren Sache schon aus tiefstem Herzem bergüße habe ich mir das doch mal angehört - auch dadurch begünstigt dass ich zuerst aus der Ferne Tierschützer befürchtet hatte. Leider war das ganze doch eher nur eine Werbeveranstaltung, also kurz vorstellen wer amnesty ist (wusste ich ja schon, daher wars sehr kurz) und dann sollte man unterschreiben und seinen Jahresbeitrag eintragen.
Dazu mehreres: Zunächst mal, ja ich verstehe dass die meisten Leute wohl nicht von sich aus auf die Idee kommen, bei einer Organisation Mitglied zu werden. Und wenn sie angesprochen werden und nur was in die Hand bekommen, dann würden die meisten es wieder vergessen.
Ich habe dann auch gesagt, grundsätzlich würde ich so etwas schon machen, aber ich spende lieber etwas verteilt (und unregelmäßig), z.B. auch mal an Kiva oder die Krebsforschung. Dagegen spricht dann, dass amnesty mit den festen Mitgliedern an Einfluss gewinnt.
Was aber wichtiger ist: Leider hat dieses Werben den sehr unangenehmen Beigeschmack von - jetzt sag ichs doch - Haustürgeschäften. Ich möchte grundsätzlich so eine Entscheidung überlegt treffen und nicht spontan dazu überredet werden, das ist leider nichts dass ich nur mal so ausprobiere. Daher finde ich es schade, dass man da keinen anderen Weg findet Leute aufmerksam zu machen. Amnesty hat ja durch aus gute Internetangebote, warum also hat man dann nicht, mindestens optional, auch “offline” am Stand die Chance, sich z.B. für einen Newsletter eintragen zu lassen. Für ai würde ich schon meine Mailadresse rausrücken…und das Problem dass die Leute weitergehen und vergessen wäre doch gemindert dadurch.

1 Comment »

  1. Till:

    Dass Organisationen wie der NABU oder ai auf de-facto-Drückerkolonnen zurückgreifen, gehört zu den Dingen, die ich noch nie verstanden habe. Schön, dass es nicht nur mir so geht.

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