Immer nur Tibet?
Ich hab mich ja köstlich gefreut, dass der olympische Fackellauf ein Spießrutenlauf ist. Dass der Lauf gestern in Paris abgebrochen werden musste, sehe ich aber eher als große Kerbe im Erfolg der Demonstranten, denn a) ist das eine erzwungene Beschneidung der Rechte derjenigen, die den Lauf nur als sportlichen und positiven Symbolismus sehen möchten und b) wäre es viel wünschenswerter, wenn die gesamte Veranstaltung über die Bühne geht aber bei jeder Gelegenheit von Sportlern, Politikern, Journalisten und Funktionären artikuliert wird, dass in China auf Menschenrechte geschissen wird. Wenn Sport schon so die jämmerlich wichtigste Sache in der Welt ist, dann soll der Sport auch mal Verantwortung für die Welt übernehmen. Ach - und warum heißt es immer nur Tibet, Tibet? So ein Quatsch - in ganz China existieren keine würdigen Verhältnisse.
Ach ja, Tibet - wenn auch Politikerinnen der Deutschen Schreipartei kommunikative DAUs sind (Dümmster Anzunehmender User kann man von jeglichem Kommunikationsmittel sein, auch der Sprache), und wenn auch übrigens Khomeini wirklich mit kh geschrieben wird, und nicht mit ch, dann muss ich zugeben, dass ich auch immer zusammenzucke, wenn ich höre dass der Dalai Lama das “religiöse Oberhaupt” sei. KEINE Religion ist gut - da ist dann spontan auch immer jeglicher Funke erloschen, mich über Tibet zu informieren. Denn ehrlich - außer dass wohl China das mal besetzt hat habe ich keine Ahnung davon, wirklich keine.



