Dürre in den USA
Eigentlich ist es ja nicht weiter erstaunlich, dass über die Waldbrände in den USA Exzessiv berichtet wurde. Schließlich kann man da feine Bilder von Flugzeugen zeigen, die rotes Wasserzeugs verstreuen; und jeden Promi einzeln begutachten der evakuiert werden musste.
Dass aber im Südosten der USA eine seit Monaten andauernde extreme Trockenheit herrscht, ist meines Erachtens nicht in den großen deutschem Medien thematisiert worden. Seit 1. November existiert ein offzielles Drought Portal, das Informationen zu den Dürren bereitstellt.
Die Karten zeigen, dass der Westen großflächig betroffen ist, ein seit Jahren zunehmend stark auftretendes Phänomen. Aber die extremste Dürre dieses Jahr herrscht im Südosten, in Alabama, South Carolina und Georgia; sowie in Teilen von Kentucky und North Carolina. Schon jetzt sind mancherorts die Vorräte an Wasser unter 100 Tage gesunken. Seen fallen auf neue Rekordniveaus - und Kernkraftwerke die den Wasserverbrauch einer mittleren Stadt haben verbessern die Lage sicherlich nicht.
Auch USA Today hat ein großes Dossier mit einer guten Übersichtskarte. Bewässerungsverbote, Farmer verkaufen ihre Herden weil die Felder vertrocknet sind, die Wasserrohre müssen weiter in die Seen hineingebaut werden, aus denen sie Wasser abziehen, weil der Wasserstand zu weit gesunken ist.
Politische Auseinandersetzungen, Streit ums Wasser - in 20 Jahren könnte das langsam Religion und dem Erdöl den Rang als Streittreiber Nummer 1 auf der Welt den Rang abgelaufen haben…



